SIFE National Cup 2010

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Von: Lisa Rostock

Wir, das SIFE Team Mannheim, haben es geschafft! Die harte Arbeit, die unzähligen schlaflosen Nächte, das Engagement und die Leidenschaft für unsere Projekte wurden mit dem Titel  „National Champion 2010" und dem Ticket zum „SIFE World Cup 2010" in Los Angeles belohnt!
 
In freudiger Erwartung - wenn auch mit Augenringen und sichtbarem Schlafmangel - stiegen 35 hochmotivierte Teammitglieder am 27. Mai in den Bus auf dem Weg zum SIFE- Event des Jahres: dem legendären National Cup 2010 in Essen! Vor allem das Präsentations- und Präsentationserstellungsteam hatte in den letzten Wochen seinen  Schlaf- und Arbeitsplatz in das SIFE Büro verlegt, seine Ernährung auf Döner und Pizza umgestellt und sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bein ausgerissen um bestmöglich vorbereitet unseren Titel in Essen zu verteidigen.
 
sife mannheimNachdem wir unsere moderne und stilvolle Unterkunft bezogen und uns gemäß der Kleiderordnung in Schale geworfen hatten, ging es mit dem Shuttlebus nach Essen zum diesjährigen Gastgeber Evonik Industries. Von dem riesigen Gelände des Unternehmens, den gigantischen Glasbauten und dem idyllischen Garten mit Teichen und Brücken war wohl nicht nur unser Team beeindruckt. Am Nachmittag verteilten wir uns auf zahlreiche Workshops, in denen Vertreter namhafter Unternehmen wie die Deutsche Telekom, KPMG, Lufthansa, Freudenberg oder Evonik ihr Unternehmen vorstellten und verschiedenste Themen mit den Mitgliedern der 25 SIFE Teams aus ganz Deutschland diskutierten.
 
Anschließend ging es weiter zur Bestaunung der kunterbunten, individuell gestalteten Regional Tables, die jedes Team nach Lust und Laune decken konnte um sich und seine Heimat zu präsentieren. Unser mit Liebe und haufenweise Leckereien aus der Region bestückter Tisch und vor allem die weitgereisten Mannheimer-Dreck-Pralinen waren der Hit. An dieser Stelle möchte ich unseren Ladies Karin, Vreni und Madeleine nochmals für diesen genialen Tisch danken. Bei „Mannheimer"  Welde-Bier, Freiberger Eierschecke, Münchener Brezeln und anderen Köstlichkeiten bot sich auch die Gelegenheit mit dem ein oder anderen Team zu plaudern und zu networken, wie man es auf „sifisch" wohl  nennen würde.
 
Ein Programmpunkt jagte den nächsten: die offizielle Eröffnungsrede des SIFE Germany Vorstandsmitgliedes Jörg Krell, ein Willkommensgruß des Gastgebers Evonik Industries und die SIFE Parade, bei der sich jedes anwesende Team vorstellen durfte. Frohen Mutes stürmte jedermann, ob Rookie, Observer oder alter SIFE-Hase auf die Bühne und genoss sichtlich die grandiose Stimmung und den Applaus der Menge.
 
Bevor das sehnsüchtig erwartete Barbecue eingeläutet wurde, entschied das Los-Pech bei der Verlosung der Reihenfolge und Zeitfenster der Opening Round, dass wir am Freitag die ersten unserer League sein sollten, die ihre Ergebnisse der Projektarbeit im letzten Jahr vorstellen durften. Frisch gestärkt mit Steak und überdimensional riesigen Folienkartoffeln ging es für unser Präsi-Team in die letzte durchlernte Nacht, bevor die Sonne den Tag der Tage ankündigte.
 
Geschniegelt und gestriegelt saßen wir mit pochenden Herzen um 08:30 Uhr auf unseren Plätzen, um dann mit tosendem Jubel unsere fünf Präsentatoren zu begrüßen und zu unterstützen. Mit den Worten „SIFE Mannheim, you may now beginn your presentation" ging es dann endlich los. Esra, Katrin, Christina, Martin und Thorsten strahlten um die Wette, versprühten Teamgeist und SIFE Spirit im gesamten Raum, ließen unsern „littlebird" durch die Luft schweben und sorgten dafür, dass sich wohl das ein oder andere Jury-Mitglied fragte, wo es auf der Stelle ein Exemplar der „Rhein-Neckar-Kiste" ergattern könnte. Die Tatsache, dass das Präsiteam in der Q&A-Session bei der Aufzählung unseres Vorstandes glatt unseren Teamleader vergaß und stattdessen stotterte „marketing leader..and..and marketing.." sowie der ein oder andere kleine Versprecher machten die Präsentation zusätzlich erfrischend lustig und authentisch.
 Nachdem ein Großteil von uns auch die anderen vier Präsis gesehen hatte, begann die Zitterpartie, denn auch Berlin, Freiberg, Bielefeld und Regensburg hatten wirklich gute Projekte und originelle Präsentationen vorzuweisen.
Die Stunden vor der Entscheidung, welche Teams ins Finale einziehen, verbrachten die einen bei leckerem Lunch im sonnigen Garten und die anderen damit, ein wenig versäumten Schlaf nachzuholen. Die Spannung war riesig bis endlich verkündet wurde, dass wir die Vorrunde für uns entschieden hatten und im Finale gegen die Teams aus Köln, Münster und Wuppertal antreten würden. Erleichterung, Stolz und gleich darauf eine Welle noch größerer Aufregung und Anspannung ergriffen uns. Die Wahl entschied, dass SIFE Mannheim die letzte Finalpräsentation halten sollte und nur wenige Minuten später begannen die Finalteams ihre Projektarbeit des letzten Jahres und die erzielten Ergebnisse vorzustellen. Als unser Team endlich an der Reihe war, saßen wir wie versteinert auf unseren Plätzen und fieberten bei jedem Satz mit. Mittlerweile konnte man Teile der Präsentation schon auswendig mitsprechen und vor allem der Satz „Let us show you now, how we built up a warm bird's nest, where our franchisees can grow and prosper", den Esra jedes Mal mit solcher Leidenschaft heraus posaunte, zauberte uns ein Lächeln auf die Lippen. Die Worte „SIFE Mannheim your time has exspired" waren unser Startschuss zu tosendem Applaus. Alle Finalpräsentationen waren super gut und - ja, ich weiß, dass der Satz ausgelutscht ist  - jeder hätte den Sieg verdient.
 
siegIm Anschluss hieß es erneut: Warten, Warten und Warten. Unsere Gehirne setzen vor Aufregung im wahrsten Sinne des Wortes aus und so rauschten die Reden der SIFE Alumnis über ihr Leben nach SIFE wie im Flug an uns vorbei. Erst Sylvester John, Senior Vice President von SIFE International, holte uns mit seinen Ausführungen über das, was das Siegerteam in Los Angeles erwarten würde, aus unserem tranceartigen Zustand zurück. Nach den Verkündungen der Gewinner der SIFE Spirit Awards, der Ehrung des Teams Aschaffenburg, das sich den Rookie Award einheimste und der schier endlosen Klatscherei, die uns die Hände schmerzen ließ, wurde der Zweitplatzierte verkündet: University of Wuppertal.
Der Moment der Entscheidung rückte immer näher, das Pochen der Herzen erfüllte den Raum und die Anspannung lag greifbar in der Luft. Absolute Stille und schließlich der Satz des Tages: „The National Champion 2010 is the University...of...". Einen Augenblick später stand dort „Mannheim" nur ein paar Meter vor uns auf der Leinwand und wir fanden uns alle in einem Meer aus Umarmungen wieder. Wir schrieen und jubelten, vergossen die ein oder andere Freudenträne und die gigantischen Steine, die von uns abfielen ließen den Saal beben. Überglücklich stürmten wir auf die Bühne, die unter unserem Gehüpfe zusammenzubrechen drohte und konnten den Sieg noch gar nicht fassen. Wir nahmen den Pokal in Empfang und von dem Moment an stand unser Team mehr denn je unter dem Motto „Guuuddeeee Laune!"
 
Noch ein paar Worte des Dankes und des Abschiedes und dann wurde der gemütliche Teil des Abends eingeläutet. Gestärkt durch das perfekte Dinner, beschwingt von schöner live Jazzmusik, gelöst durch das ein oder andere Gläschen Sekt und beflügelt von unserem Triumph stand einer grandiosen Partynacht nichts mehr im Weg. Und nach zwei Tagen Businesslook war es für die Männer an der Zeit, die lästigen Krawatten und für die Frauen die schmerzenden Pumps loszuwerden und ihre Füße in gemütliche Ballerina zu betten. Auf dem Dancefloor, der ein paar Stunden zuvor noch mit unzähligen Stühlen vollgestellt war, feierten wir ausgelassen mit den anderen Teams und als dann auch noch unser Lied „Wavin' flag" gespielt wurde, gab es kein Halten mehr. Unser bereits vermisster und vermeintlich gestohlener Glaspokal tauchte übrigens gegen Mitternacht auf mysteriöse Weise mit einem Lippenstift-Smiley auf der Damentoilette wieder auf.
 
Das Frühstück ließen die meisten am nächsten Morgen für eine halbe Stunde mehr von dem kostbaren Gut namens Schlaf sausen und so machten wir uns überglücklich, übermüdet und ausgehungert auf den Weg in die Heimat. Im Bus gab es dann für alle noch eine Runde Brot und Äpfel vom Regional-Table-Sortiment bevor wir uns in einen Haufen schlafender Murmeltiere verwandelten. Als wir gegen Mittag in Mannheim ankamen erwarteten uns einige Teammitglieder mit Plakaten und bereiteten uns einen grandiosen Empfang.
 
Ein großer Dank gebührt unseren Buisness Advisors von KPMG und Freudenberg sowie unseren Faculty Advisors für ihre unermüdliche Unterstützung, dem Präsentationserstellungsteam, die eine grandiose Präsentation aus dem Boden gestampft haben, unserem Präsentationsteam, die einfach phantastisch waren und dem gesamten Team für die Projektarbeit im letzten Jahr und den Spaß, den wir alle zusammen haben.
 
Es war ein atemberaubendes, emotionales, partyreiches, nervenaufreibendes und unvergessliches Wochenende.  Mir bleibt nur noch zu sagen: L.A. - wir kommen!

 

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